Freitag, 7. Oktober 2011

Tach auch #2

Vogel tot?




Hallo Freunde der Kiez Geh Rock Revue, dies ist die Fortsetzung des vorletzten Blogs,
falls Ihr alles noch einmal nachlesen wollt.
Der Tiegervogel sah in dieser Folge dem Tod tief ins Auge, und war der mit der Option diesen Planeten für immer zu verlassen offenbar nicht ganz unzufrieden.
Doch lest selbst, wie es weitergeht:
Als der Tiegervogel ziemlich zerzaust erneut das Bewußtsein erlangte, war es ihm, als höre er eine Engelsharfe und eine angenehm klingende, musikalische Stimme die ihn beim Namen rief: "Tiegervogel, Tiegervogel, wach auf!"
"Ach, welch ein Glück", dachte er, "nun hab ich es doch noch geschafft in den Himmel zu kommen." Also öffnete er langssam die Augen. 
Was er dann allerdings sah, war eine echte Überraschung..... 
Vor ihm saß sein guter alter Freund Aal Fatal mit der Tiegervogel - Ukulele in der Hand.
Vogel ist baff
Der Vogel war baff. Er wußte gar nicht, wie ihm geschah.
Erst Petrus, jetzt der Aal. Was hatte der denn überhaupt hier verloren, der sollte doch eigentlich in irgendeinem Schweizer Bergsee rumplantschen und dort seinen Urlaub verbringen. 
Merkwürdig, was war denn jetzt Traum und was Realität?
"Du wunderst Dich sicher, mich hier zu sehen", antwortete der Aal auf die noch gar nicht ausgesprochene Frage des Vogels, "oder?" 
Und dann fuhr er fort, ohne eine Antwort abzuwarten: "Also die Temperatur der Schweizer Bergseen entspricht überhaupt nicht meinen Vorstellungen, einfach viel zu kalt. 
Damit bin ich absolut nicht einverstanden!
Turbomutti auf den Spuren des Aals
Und dann hat "Mutti" meine Fährte aufgenommen. 
Eines Morgens, ich wollte mich gerade ins Wasser schlängeln, da erschien sie auf der Bildfläche. 
Sie lungerte am Ufer des Sees herum und da hab ich mich schnell verdrückt. 
Möglicherweise war es auch nur Zufall, ich weiß nicht. 
Ich hab sicherheitshalber sofort den nächsten Flieger Richtung Kapverden genommen. 
Und dann bin ich schnurstracks zu meiner Lieblingsbadestelle unterhalb des großen Wasserfalls, erst mal schön schwimmen bei kultivierten Temperaturen. 
Yoah, und als ich da so im Wasser döse, da seh ich doch im Augenwinkel, ein schwarz-gelbes Kanu an mir vorbeischwimen.
Vielleicht hatte ich mich auch getäuscht, ich war mir nicht sicher. In dieser Gegend ist normalerweise nämlich niemand. 
Und dann schwimmt nicht weit von mir entfernt eine gelb-schwarze Ukulele vorbei. 
Potzblitz schießt es mir da durch den Kopf: hier stimmt was nicht. 
Der Tiegervogel, er ist vielleicht in Gefahr!
Also hab ich erst einmal das Ufer abgeklappert und tatsächlich fand ich Dich kopfüber im Wasser liegend, und das kann ich Dir sagen, Du hast mir einen ganz schönen Schreck eingejagt! 
Du hattest jede Menge Federn gelassen, ich hab Dich sofort ans Ufer geschleift und versucht Dich wiederzubeleben. 
Ich wollte gerade aufgeben, als Du die Augen geöffnet hast. Mann, Mann Vogel, das war knapp! Ich dachte schon, Du willst jetzt die Radieschen von unten anknabbern. 
Und ich kann demnächst allein durch St. Pauli ziehen, als one-man-Kiez Geh Rock Revue sozusagen! Das wäre sehr traurig gewesen.
Aber jetzt mal was anderes: was hast Du eigentlich mit den Sojawürmern vor?"
Der Aal blickte auf die linke Hand des Vogels und grinste.
Als der Vogel bemerkte, dass er das Glas mit den Sojawürmern immer noch fest umklammert hielt, wurde er verlegen. Er schraubte das Glas auf und grinste: "ÄÄhh, willste einen?"
"Hey logo, immer! Die sind spitze, die kauf ich auch gern!
Ich hab übrigens auch meine Aal-Gitarre mit, komm lass uns was spielen! 
Und ich hab auch wieder ein paar neue Stories auf Lager, die muß ich Dir unbedingt erzählen, bin gespannt was Du dazu sagst!"
Und so saßen die beiden Freunde am Ufer des Sees, so wie in alten Zeiten. 
Sie sangen, sie lachten, sie tranken zusammen Algenschnaps und sie freuten sich des Lebens. 
Und wenn Ihr wissen wollt, was die beiden Superhelden zusammen ausgeheckt haben, 
dann laßt Euch mal sehen bei der Kiez Geh Rock Revue
Die ist wirklich einzigartig. 
Nicht nur in St. Pauli oder in Hamburg, nein auf der ganzen Welt gibt es so etwas nicht.
Die Tiegervogel und der Aal Fatal ziehen mit Euch durch die Gassen rund um die Reeperbahn über Ihren heißgeliebten Kiez. Dabei singen Sie Lieder und erzählen wissenswertes über St. Pauli.
Dabei sind Begegnungen mit der hiesigen Bevölkerung und somit auch echte Insiderinformationen nicht ausgeschlossen.
Auf unserer Kieztour mit Musik gibt es auch die ein oder andere Annekdote zu hören und der Vogel spinnt für sein Leben gern Seemannnsgarn.
Und wenn dann die Ohren bluten gibt es auch noch eine Erfrischung nach Wahl - die geht übrigens aufs Haus.
Bis bald
Vogel und Aal

Dienstag, 27. September 2011

Freddy wird 80

JA, denn mal Prost!
Freddy wird 80
Und wer wären wir (Tiegervogel und Aal Fatal), wenn uns das nach einer gewissen Blog-Auszeit (Urlaub und so) nicht mal wieder einen Eintrag wert wäre, immerhin ziehen wir mit der Kiez Geh Rock Revue DIE Stadtführung mit Musik auf St. Pauli durch. 
Freddy dürfte neben dem blonden Hans ganz Klar der Interpret sein, den man am ehesten mit Seemannsliedern und thematisch ähnlichen Werken verbindet. Genau wie Albers hat auch er nicht nur musiziert sondern hin und wieder sein schauspielerisches Können dem Film zur Verfügung gestellt und bevor das alles anfing, war er sogar beim Zirkus als Hochseilakrobat und Saxophonist. Später landete er in Hamburg wo er in der Washington-Bar, in der Bernhard-Nocht-Straße entdeckt wurde. 
Neben seinen Seemannsliedern konnte er damals übrigens durchaus auch mal rocken.
Jedenfalls ist sein Repertoir natürlich Pflicht für Vogel und Aal, also zumindest Teile davon.
Freddy – auch von Punkrockern geschätzt
Der Jugend von heute mag vieles daraus zu altmodisch sein, dem einen oder anderen links denkenden Menschen (zu denen sich auch Vogel und Aal zählen) von den vermittelten Inhalten her zu konservativ.
Doch man darf nicht vergessen zu welcher Zeit Freddy am Anfang unterwegs war. Manch eine Person, die heute große Reden schwingt hätte ggf. damals und im gleichen Umfeld aufgewachsen ähnliche Ansichten vertreten. Ein „Klassiker“ wie „Wir“ aus den 60ern war und ist sicherlich nicht sonderlich rühmlich, hat aber durch seine Härte heute eher einen ironisch lustigen Touch, weswegen sich ja auch in den 80ern bereits die Toten Hosen seiner annahmen
Ansonsten verkörpern seine Songs die in der Nachkriegszeit übliche Sehnsucht nach der Weite, bzw. den Wunsch nach einer Heimat, die intakt ist, dazu die den damaligen Menschen natürlich bekannten Gefühle wie Heimweh, Einsamkeit usw. Auch in der Fremdenlegion kamen solche Themen gut an, so dass er dort sogar eine Zeit lang musizierte. Oberflächlichen Feierschlager kann man ihm auf keinen Fall vorwerfen, dafür waren viele seiner Stücke viel zu melancholisch
Sein Einfluss auf die aktuelle Musik zeigt sich u.a. auch darin, dass Bands aus unterschiedlichsten Stilen sich z.B. des Antikriegssongs „100 Mann und ein Befehl“, einer deutschen Version des US-Hits „The ballad of the green berets“ annahmen. So würdigten mit den Abstürzenden Brieftauben u.a. Punks das Stück, genauso wie mit Cryptic Wintermoon Musiker aus dem Black Metal oder mit Welle Erdball Experten auf dem Gebiet des 80er Minimal-Elektro. 
Und auch in den meisten Kinderzimmern ist er bekannt, als Sänger der Titelmelodie zur Trickserie „Lucky Luke“.
Freddy will seine Ruhe
Wer in Hamburg wohnt und hin und wieder mal auch auf dem Wasser oder am Hafen unterwegs ist, kann sich jedenfalls dem Charme von Stücken wie „Junge komm bald wieder“, „Der Junge von St. Pauli“ oder „Die Gitarre und das Meer“ kaum entziehen.
Im Gegensatz zu vielen blitzlichtgierigen Promintenen hat sich Quinn seit ein paar Jahren zurückgezogen und plant auch anlässlich seines 80ten Geburtstags nicht das zu ändern wofür ihm ein gewisser Respekt gebührt. 
Trinken wir also heute alle einen oder zwei Rum auf einen Musiker aus einer Zeit, als auch Schlager noch musikalisches Können verlangten und Lieder gesungen wurden, die 60 Jahre später noch den einen oder anderen erfreuen.
Auf Freddy – Happy Birthday
Tiegervogel und Aal Fatal  

Sonntag, 21. August 2011

Tach auch!


Liebes Publikum, werte Gäste:
Back in St. Pauli
Vogel und Aal melden sich zurück aus dem Urlaub und sind bereit für weitere Abenteuer mit der Kiez Geh Rock Revue auf der Reeperbahn in Hamburg St. Pauli.
We are back in good old Hamburg!
Vielleicht möchtet Ihr wissen, was wir in den Ferien so erlebt haben? 
Ok, hier folgt nun ein kurzer Reisebericht:
Das Leben ist ein Fluß
Der Tiegervogel hat ein paar Tage in seiner alten Heimat auf den Kapverdischen Inseln verbracht, um sich bei einer Kanu - Tour ein wenig zu erholen. 
Kanufahren, das kommt den Bedürfnissen des Tiegervogels sehr nahe, denn das Leben ist ein Fluß.
Yo. 
So oder ähnlich hat er es zumindest einmal gehört! 
Und so dachte er sich, befindet man sich denn auf einem solchen, dann kommt man dem Kern des Lebens doch vielleicht schon recht nahe.
Also immer schön im Flow bleiben, das ist das Motto, dann fühlt sich der Vogel wohl.
Soweit die Theorie.
Und nun die Praxis:
Der Vogel hat also seinen scharz-gelben Kanadier startklar gemacht, ein paar Soja-Würmer und seine Ukulele eingepackt und sich quasi in die Fluten gestürzt. 
Im wahrsten Sinne des Wortes: denn die Wasser sind wild zu dieser Jahreszeit auf den Kapverden, das können wir Euch versichern! Dort beginnt im August die Regenzeit und verwandelt so manches beschauliche Bächlein in einen reißenden Strom, der alles mitreißt, was nicht niet-und nagelfest ist.
Über solch nautische Feinheiten hat sich der Vogel allerdings als maritimer Neuling im Vorfeld überhaupt keine Gedanken gemacht. Naiv wie ein Küken schiffte er sich auf dem vermeintlich freundlichen Gewässer ein und hatte auf den ersten Kilometern auch so manch beschauliches Erlebnis. 
Die Fischlein sprangen vor Freude aus dem Wasser, die Bienen flogen fröhlich summend von Blüte zu Blüte und die Vögel dösten entspannt in den kühlen Gründen des Uferbewuchses vor sich hin.
Die Sonne schien und die Welt auch, nämlich kugelrund zu sein.
Kanu-fahren ist fast wie fliegen
"Das ist toll", dachte der Tiegervogel bei sich, "das ist ja fast wie fliegen. 
Super! Das ich das nicht eher für mich entdeckt habe."
Und als der Vogel so voll im Rausch der Natur war, entging ihm leider das stärker werdende Rauschen des schnell nahenden Wasserfalles, dem er sich mit ebenso schnell steigender Geschwindigkeit näherte. Und als er das Rauschen dann vernahm, da war es schon viiiiieeeel zu spät!
Das Rauschen wurde immer lauter und steigerte sich zu einem ohrenbetäubendem Tosen und ehe der Vogel "Piep" sagen konnte, wechselte der Fluß seine Richtung in die Vertikale und der Tiegervogel mit ihm. Kopfüber ging es abwärts und unser gestreifter Held konnte gerade noch mit einem gekonnten Griff seine geliebten Sojawürmer retten, als er von tosendem Wasser jäh durchgewirbelt wurde, so daß er gar nicht mehr wußte, wo oben und unten war. Um ihn herum stiegen überall Blasen auf, und das letzte, woran er sich erinnern konnte war, das er sich vornahm das Atmen einzustellen, da nur noch Wasser seine Lungen füllte.
Und als nächstes verspürte er einen dumpfen, schwarz-gelben Schlag auf den Hinterkopf. Das war sein Kanu, das ihm im Vorbeirasen noch eine verpasste. 
Und das war´s dann.
Das Plätschern wurde immer leiser und Stille kehrte ein. 
Und dann war erst einmal nichts.
Gar nichts. 
Das Nichts.
Tiegervogel im Nirwana
Als der Vogel wieder das Bewußtsein erlangte, war es dem ihm, als würde er sich losgelöst von Raum und Zeit gleitend durch die Lüfte bewegen. Alles war angenehm leicht um ihn herum, und es schien, als seien sämtliche Naturgesetze aufgelöst. 
Zeit, Schwerkraft, Hunger, Durst, Junggesellenabschiede und Klassenarbeiten - all jene Dinge hatten in dieser Dimension keinen Platz. 
Eingebettet in ein weißes, warmes Licht bewegte sich der Vogel auf ein großes goldenes Tor zu, das sich auf einer Wolke befand.
Vogel muckt auf
" NEIN", hörte er Petrus sagen, "ich kann Dich hier leider nicht hinein lassen.
Deine Zeit ist noch nicht gekommen. Du mußt zurück nach St. Pauli und mit der Kiez Geh Rock Revue den Menschen Freude und Unterhaltung bringen. Das ist Deine Aufgabe!
"Aber Petrus", versuchte der Tiegervogel zu argumentieren , "der Aal ist doch auch noch da, das kriegt der doch bestimmt auch alleine gut hin, er ist doch sehr begabt und überhaupt, ich bin doch tot!!"
"Jetzt reicht es mir aber!" kopfschüttellnd hatte Petrus den zappelnden Vogel am Schlawittchen und rüttelte ihn ein wenig durch. "Willst Du Deinen Freund da unten auf der Reeperbahn etwa im Stich lassen? Hier wird sich nicht gedrückt und auch nicht rumlamentiert!" 
Und mit einem: "Das ist ja wirklich unglaublich" schubste er den Vogel von der Wolke, der daraufhin der nun wieder einsetzenden Schwerkraft ausgeliefert war.
Das äußerte sich in einer, nun sagen wir, nicht ganz so eleganten Flughaltung des Gleichen (im Gegensatz zu sonst :-) ).
Als der Tiegervogel ziemlich zerzaust erneut das Bewußtsein erlangte, war es ihm, als höre er eine Engelsharfe und eine angenehm klingende, musikalische Stimme die ihn beim Namen rief: "Tiegervogel, Tiegervogel, wach auf!"
"Ach, welch ein Glück", dachte er, "nun hab ich es doch noch geschafft in den Himmel zu kommen." Also öffnete er langssam die Augen. 
Was er dann allerdings sah, war eine echte Überraschung.....
Wenn Ihr mehr wissen wollt, die Fortsetzung folgt im nächsten Blog.
Oder schaut einfach mal auf dem Beatles-Platz vorbei zur nächsten Kiez Geh Rock Revue,
der außergewöhnlichen Kieztour mit Live-Musik, Annekdoten und einer Erfrischung nach Wahl!
Bis Bald
Tiegervogel und Aal Fatal

Dienstag, 2. August 2011

Vogel und Aal machen Urlaub

 VOGEL UND AAL: JA WO SIND SIE DENN? 
Ja liebe Interessenten und Kunden und auch liebe Nichtinteressenten der Kiez Geh Rock Revue, Hamburgs Kieztour mit und über Musik: auch die Fauna braucht hin und wieder Erholung und Entspannung, sozusagen die baumelnde Seele, die hochgelegten Füße bzw. in den Schoß gelegten Flügel oder das sich sprichwörtliche Aalen in der Sonne. 

Und daher ist jetzt erst mal 2 Wochen (in Worten ZWEI WOCHEN) aus die Maus, Ende Gelände, Finito im Reich der Kiez Geh Rock Revue

Vogel und Aal machen Urlaub. 

Und da sie sowieso schon so viel aufeinander hängen, als gute Freunde und jetzt auch noch Kollegen gewissermaßen, fahren sie getrennt. 

Der Vogel will leben!

Der Vogel hat lange überlegt, was er machen könnte. 

Sein erster Gedanke, nach Italien zu fliegen wurde schnell verworfen, denn singende Vögel sind ja dort leicht gefährdet und die Chance in irgendeinem Topf zu landen ist nicht ganz gering. 

Stattdessen wird unser gefiederter Tieger seine Koffer packen und mal wieder in die alte Heimat reisen, Ihr wisst schon, der Wald bei den Kapverdischen Inseln wo einst die Reise von Vogel und Aal begann, als sie sich aufmachten um die weite Welt mit ihrer Kunst zu erfreuen. 

Vielleicht schaut er mal beim Dackel vorbei und trinkt mit ihm einen Algenschnaps oder isst eineSeitanwurst mit dem mittlerweile zum Vegetarier gewordenen kurzbeinigen Rüden. 

Der Aal fürchtet Mutti

Der Aal hingegen will hoch hinaus. Vor keiner Hürde zurückschreckend und des ewigen Dauer-Badens müde, hat er beschlossen in die Berge zu fahren. In der Schweiz, wo er mit Vogel ja einige Male spielen durfte und deren Turbojugend sie erst kürzlich über den Kiez führten, wird er sich den einen oder anderen Kilometer gen Gipfel schlängeln und natürlich nicht komplett auf das kühle Nass verzichten. Immerhin ist das kleine neutrale Land im Süden voll von schönen und klaren Bergseen mit herrlichem Wasser. Kein Vergleich zu dem brackigen Etwas in der Elbe, das bei ihm und seinen fischigen Freunden immer wieder akute Übelkeit auslöst. 

Einzig vor Mutti und ihrer berüchtigten Familie wird er sich hüten müssen, möchte er doch vermeiden wieder wie bei der Tour mit der Turbojugend plötzlich fallende Hosen oder nach ihm greifende Hände erleben zu müssen. 

Im August geht’s weiter 

So sind also Vogel und Aal die nächsten 2 Wochen unterwegs und der nächste buchbare Termin ist Samstag, der 13.08.2011. 

So denn, genießt die hoffentlich bald wieder mehr scheinende Sonne und wir sehen uns am Beatlesplatz bei der Kiez Geh Rock Revue, der Stadtführung in St. Pauli mit Seemannsgarn und harten Fakten.

Donnerstag, 28. Juli 2011

Yeah, we really mean it!


Wenn der Aal sich durch St. Pauli bewegt, hat er es am liebsten, wenn er sich dabei von Pfütze zu schlängeln kann. Das Wasser ist nun mal sein Element. 
Oder sagen wir mal: er hat sich auf Flüssigkeiten spezialisiert. Ein Algenschnaps darf es nämlich auch gern mal sein. 
Der Vogel bewegt sich ein oder zwei Etagen höher. Er flattert gern durch die frische Hafenluft, da ist er ganz in seinem Element. 
Obwohl auch er gegen einen Algenschnaps nichts einzuwenden hat.

Was die beiden verbindet? Nun, beide haben ihre Instrumente auf den Rücken geschnallt und stimmen immer wieder gern zusammen ein Liedchen an. Am liebsten vor Publikum.
Und sie haben auch viel zu erzählen. Zum Beispiel über Musik. 
Das ist das Ressort des Aals. Der ist Punkgeneral beim Musikdezernat in Hamburg.
Eine ehrenvolle Aufgabe und obendrein gut bezahlt!
Der Vogel erzählt lieber Geschichten, die sich allesamt um St. Pauli drehen. Dabei malt er  Bilder in aalzu bunten Farben, so daß der Zuhörer sich hin und wieder fragt, ob er seinen Ohren trauen kann. 
Der Vogel wurde seinerseits von der Stadt Hamburg ausgezeichnet mit dem Titel des Annekdoten-Admirals, und ist seitdem als Dozent in der Seemannsgarnabteilung der Stadt Hamburg tätig.

Werden Tiegervogel und Aal Fatal bald Popstars?

So ziehen diese beiden Freunde gemeinsam durch Hamburg St. Pauli, Woche für Woche und erfüllen ihre Misson. Sie erfreuen die Menschen, die aus aller Herren Länder zur Reeperbahn strömen, mit der Kiez Geh Rock Revue.
Dabei geht es Ihnen vornehmlich nicht um Geld, Ruhm oder Ehre. 
Damit sind sie schon reichlich von höherer Stelle versorgt. 
Sie gehen schließlich beide seriösen Berufen nach. 

Nein nein, wenn Tiegervogel und Aal Fatal über die Reeperbahn ziehen, ist es Ihnen wirklich ernst, eine Herzensangelegenheit quasi. Sie betrachten es als seriöse und authentische Aufgabe, den Besuchern St. Pauli auf eine Art und Weise näher zu bringen, wie es sonst kaum jemand tut. 
Wie leben die Menschen hinter den Fassaden von Rotlicht, Amüsement und Flatratesauferei? 
An welchen Orten halten Sie sich auf? 
Hat St. Pauli Freizeitwert? 
Wird es wirklich demnächst offiziell zum Kurort ernannt?
Tja, das sind einige Fragen, denen die beiden zusammen mit Ihren Gästen nachgehen.
Ganz entspannt versteht sich, nicht Ergebnisorientiert, Ihre Doktorarbeit haben die beiden ja schon geschrieben. 

Begegnungen sind hier nicht ausgeschlossen, ja sogar erwünscht. Wie kann der geneigte Besucher ansonsten St. Pauli besser erfahren, als durch Begenungen?
Da ist der ehemalige Seemann Dieter, der nach seinem Maschinenbaustudium von St. Pauli aus zur See fuhr, in einer Zeit, als computergesteuerte Kräne und Container noch Zukunftsmusik waren. Dieter ist auf der Suche nach leeren Flaschen, während Tiegervogel  und Aal Fatal am Hein-Köllisch-Platz das Lied vom Tüddelband singen. Einer der Gäste läuft ihm hinterher. Er hat seine Mütze auf dem Mülleimer liegen lassen.

St: Pauli hautnah erfahren: Seemannsgarn inclusive

Später, im ehemaligen Cafe Hensel, treffen wir Dieter wieder, als er draußen auf einer Bank sitzt und einen Rose´schlürft.
Das Cafe heißt nun "Couch Kapitän" und befindet sich direkzt gegenüber der St. Pauli Kirche
Unweit der St.Pauli-Kirche wurde Dieter im Jahre 1946 geboren und zwei Tage später dort getauft. 
"Meinen Taufspruch weiß ich nicht mehr genau", sagt Dieter, "aber ich weiß, das er von zwei Engeln handelt, die immer bei mir sind und mich beschützen. An den genauen Wortlaut kann ich mich gerade nicht erinnern. Aber zuhause, da hab ich mir das in meiner Bibel angestrichen", sagt er. 
"Ein Seemann, der glaubt an Gott, was bleibt ihm den sonst übrig? Wenn Du auf See bist, da siehst Du die Krümmung des Horizontes, und dann weißt Du, das die Welt rund ist ",fügt er noch hinzu und schweigt für einen Moment.  
"Spiel mir doch mal ein Seemannslied" sagt er dann zum Tiegervogel.
"Ich bin auch Musiker, ich hab früher bei Helmut Zacharias, dem Zaubergeiger Xylophon spielen gelernt. 
Nachher geh ich noch mal rüber ins Clochard, ein bißchen tanzen. Die Punks da stehn auf mich. Ich bin Meister im Breakdance.
Kannste mir ein Guiness ausgeben?"

Tja, wer hätte das gedacht? Das Leben steckt voller Überraschungen!

Und so sitzen Vogel, Aal und Ihre Gäste noch einige Zeit auf der Couch des Kapitäns und lassen den Abend ausklingen. Und lauschen den Geschichten von Dieter und von St. Pauli. 
St. Pauli hat viel zu erzählen, wenn man zuhört.

Um die Frage nach dem Freizeitwert zu beantworten: den hat St. Pauli auf jeden Fall. 
Schöne Orte gibt es hier auch.
Und wir wissen wo.
Wenn Ihr auch etwas auf St. Pauli erleben möchtet, dann meldet Euch an zur Kiez Geh Rock Revue mit Tiegervogel und Aal Fatal.

Wir sind gespannt, was beim nächsten mal passiert.